Die Alge im Meer
spürt nicht den Salzwind
droben im starrenden Gras.

Der Vogelschrei
im Klippengeklüft
dringt nicht zu den Fischen.

Und doch
feiern hier Fels und Meer
tödliche Hochzeit.
Umarmt von den weichen Wogen
erliegt der härtere Stein.

Vielleicht ist es diese Allgegenwärtigkeit des Granits, die dem Land seine Stimmung gibt - oder ist es der Himmel der Bretagne, ein blauer Himmel, über den Wolken ziehen? Ist es der Gegensatz zwischen einer zerklüfteten rauhen Küste und einem milden Klima, unter dem eine reiche, bunte Vegetation gedeiht? Die Bretagne ist das Land der geheimnisvollen Steinmale, der Dolmen und Menhire, und einer Kultur, die bis heute geprägt ist von Heiligen und Kathedralen, von Sagen und Geschichten.

Die Kelten nannten es Armor, das Land am Meer. Später, nach der zweiten keltischen Einwanderung, wurde Klein-Britannien daraus, ein Land, in dem die alten Legenden nicht vergessen sind, tiefe Religiösität spürbar ist und eine uralte Sprache überlebt hat.

Die Bretagne ist eine Naturlandschaft und wird zu einem großen Teil durch eindrucksvolle Küstenbereiche geprägt, wo sich Land und Meer in unzähligen Formen begegnen. Wildzerklüftete Küsten, an denen sich unablässig Wellen brechen und die ganze Naturgewalt des Meeres erahnen lassen - mit Gezeitenunterschieden bis zu 14 m - sind nur Beispiele. Auch das Landesinnere gewinnt mit seiner Ruhe und bescheidenen Ursprünglichkeit die Zuneigung des Besuchers.

Landeskundlich betrachtet liegt die Bretagne im Nordwesten Frankreichs und ist die größte Halbinsel dort. Die vier Départements Ille-et-Vilaine, Morbihan, Côtes d'Armor und Finistère, die die Region Bretagne bilden, umfassen mit einer Fläche von rund 27.000 km2 fünf Prozent von ganz Frankreich. 

Cap FréhelAn den 75 m hohen Granitfelsen des Cap Frehel bricht sich die Brandung.

Dinard Stadt der Sandstrände und Badebuchten: Dinard, die Königin unter den Seebädern der Bretagne.

Häuser an der RanceEine idyllische Szenerie an der Rance in der Nähe von Dinan.

SeeanemonenSeeanomonen sind die Blumen des Meeres in der Gezeitenzone der bretonischen Küsten.

Skulpturen von RothéneufDiese steinernen Figuren von Rothéneuf sind das Lebenswerk  von Abbé Fouré, eines Geistlichen aus dem 19. Jahrhundert.

St. MaloHäuser entlang der Festungsmauer in der alten Korsaren- und Inselstadt Saint-Malo.

BrombeerenBrombeersträucher wuchern im feuchtmilden Klima zu einer undurchdringlichen Gebüschlandschaft.

Insel beim Pointe du GrouinEine kleine, unbewohnte Insel vor der Pointe du Grouin wird von der Flut umspült.

Mont-Saint-MichelDie gotische Abteil auf dem Mont-Saint-Michel wird auch als La Merveille, das Wunder von Frankreich bezeichnet.

KücheDie bretonische Küche wird natürlich durch das Meer geprägt, weltberühmt sind aber die variantenreichen Crêpes und Galettes.

Saint-SauveurDie Kirche Saint-Sauveur im Departement Cotes-d'Armor stammt aus dem 12. Jahrhundert.

Austernbänke bei CancaleDer Fischereihafen Cancale ist seit Jahrhunderten für seine Austern berühmt. Bei Ebbe werden die Austernbänke sichtbar.

   MöweImpression am Strand

 

 

 

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